Xylipse Records drache

Die Geschichte des Rick Martell


Im zarten Alter von 13 Jahren erlernte Rick das Lesen. Bereits nach wenigen Jahren folgten die ersten Bücher, die er rasch in sich hinein sog. Er war kein auffälliger, Aufmerksamkeit erregender und aufmerksamer Junge. Niemals stellte er sich bewusst oder unbewusst in den Mittelpunkt, wo auch immer.
Irgendwann begann er die Gitarre zu spielen und wie schon zuvor beim Lesen erlernte er auch dies relativ schnell. So konnte er bereits nach wenigen Monaten den A-Dur Akkord spielen. In den folgenden Monaten und Jahren folgten C-Dur, G-Moll, F#-Moll, A7 und Dmaj7#4b9.
Sein Selbstvertrauen wuchs mit jedem Akkord den er in sein bereits riesiges Repertoire aufnahm und so kam es, dass er sich langsam vor die Tür traute.
Ihm wurde bewusst, dass Akkorde allein noch keine Musik machen und so begann er seine ersten Lieder zu schreiben. Bereits in dieser Phase besaßen seine Stücke schon eine gigantische Tiefe und viele Musiker sind noch heute der festen Meinung, dass dies seine eigentlich stärkste Phase war.

Nichts desto trotz fehlte Rick etwas.

Bloss was war es? Was könnte seine Musik weiter voran treiben? Er brauchte Wucht, Dynamik aber auch den Groove...

   


Er zog Ahnungslos in die Nacht um nachzudenken. Der noch schüchterne junge Rick      traf auf eine Gruppe Prolls die ihn hoffnunglos zu laberten. Diese zu Beginn höchst          unangenehme Situatíon brachte jedoch unerwarteterweise eine Wende in seinem              musikalischen Leben. Zwei der drei Spacken auf dem Bild (später bekannt unter den      Namen Nummer 4521 und Nummer 5) überzeugten ihn, dass die fehlenden                    Ingredienzien zu seiner Musik Bass, eine weitere Gitarre, Schlagzeug und Percussions      wären. Zunächst war Rick skeptisch, für eine Widerrede war sein Ego jedoch noch zu    schwach.
   
   



Es folgten Proben, einfach unzählige Proben, in denen Rick seiner nun angeheuerten Truppe versuchte seine Musik zu erklären. Es war eine harte Zeit für ihn. Wie sollte er bloss diesen musikalischen Analphabeten seine Musik erklären oder beschreiben. Dieser harte Kampf kann im Nachhinein jedoch auch als ein enormer Erfolg des Rick Martell gewertet werden, da er es wirklich schaffte aus diesem Haufen Scheisse eine Band zu formen (keine Sorge, er wusch sich anschliessend die Hände).




Die Proben steigerten weiter sein Selbstbewusstsein und er begann Ärsche zu treten. Aber auch sein Spass an der Musik war in dieser sehr inspirierten Phase enorm. Die Proben bestanden aus lockerer Musik, weichen Hirnen und Gelächter.
Doch keine Band kann ewig Proben, nein, so auch nicht Rick und seine Begleitband. Dass es sich lediglich um eine Begleitband handelte war übrigens von Anfang an klar. Die Musiker bekamen dies jedoch nicht von Beginn an zu spüren, aber hierzu mehr später im Text. Nunja, er musste sich von jetzt an mit seiner Band präsentieren. Und so begannen sie Konzerte zu suchen, zu finden und zu spielen.




Die Spielfreude und Improvisationsfähigkeit der Band um Rick war atemberaubend.

Und der Meister selbst glänzte mit genialen Solos und äusserst männlichem Gesang. Rick ging in seiner Rolle als Entertainer völlig auf. Sinatra, Juhnke oder wie sie sonst so heissen, sie alle hätten sich eine oder gar mehrere Scheiben von Rick abschneiden können.
Doch wie so oft im Showbiz entwickelte sich von nun an alles in einer recht Unschönen Art. Wer jetzt das übliche von wegen Drogen und Frauen und so weiter erwartet irrt sich jedoch. Nein auf diese Weise sollte unser Rick nicht untergehen.

Es war sein Ego.

Sein Ego wuchs und wuchs. Teilweise lehnte er es ab in den Proben mit seiner Band zu sprechen. Er kam zu den Proben zu spät (wenn überhaupt) und sah es nicht mehr als notwendig an seine Gitarre mitzubringen.

Das könne doch jemand anders für ihn erledigen... Nunja, ganz zu schweigen von seiner Aversion gegenüber Stimmgeräten, die er trotz häufiger Hinweise mal eines zu nutzen ablehnte.



Auf der Bühne wurde er nun häufig grimmiger und teilweise kam es zu Beschimpfungen übelster Art. Opfer dieser Ausfälle Rick´s waren sowohl seine Band wie auch das mitunter schockierte Publikum.

Aber es reichte ihm nie, er forderte mehr.

Mehr Applaus.

Mehr Zuschauer.

Es war nie genug für Rick. Seine Band zweifelte ob er sich auf einem guten Wege befand und so wurden bereits erste Stimmen wach, die über eine Zeit nach Rick sprachen.

Davon bekam er jedoch noch nichts mit und niemand in der Band hätte es auch nur in kleinster Weise gewagt ihn zu kritisieren.



Doch es kam wie es kommen musste, Rick sah es selbst ein. Eine gemeinsame Zukunft hatte keinen Sinn mehr und so verkündete König Rick nach einer letzten Show das unerwartete Ende der Band. Ich bin froh, dir werter Leser jedoch die Möglichkeit zu bieten ein Video seines letzten Konzerts zu bewundern. Es ist zwar nicht die Krönung seines Schaffens, hin und wieder ist seine Genialität unübersehbar.

Danke Rick Martell!

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